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Blogpiloten

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Jeremiah Owyang hat in einem lesenswerten Beitrag über verschiedene Verfahren der Informationsvermittlung geschrieben. Grundsätzlich gebe es dabei drei Möglichkeiten: MicroMemes, Network Feeds und MacroMemes. Blogpilot Björn Rohles hat den Beitrag ins Deutsche übertragen und um weitere Beispiele ergänzt.

1. MicroMemes

MicroMemes sind stark auf eine bestimmte Gruppe ausgerichtet und inhaltlich spezialisiert. Sie enthalten nur die Informationen aus einem persönlichen Netzwerk – also all das, was für deine Freunde interessant ist. Ein Beispiel wäre eine Aussage wie: “Drei deiner Freunde finden diesen Artikel gut.”

Friendfeed beispielsweise ist auf MicroMemes spezialisiert: der Dienst zieht sich Informationen aus verschiedenen sozialen Netzwerken und zeigt sie übersichtlich an. So behält der Nutzer im Blick, was seine Freunde für wichtig genug halten, um es irgendwo zu posten.Screenshot Friendfeed

Facebook verzeichnet unter Neuigkeiten, wie viele der Freunde eine bestimmte Veranstaltung besuchen – sofern sie sie angegeben haben. Facebook-Neuigkeiten

2. Network Feeds

Network Feeds werden nahezu in allen Netzwerken eingesetzt. Sie teilen dem Nutzer mit, was es Neues gibt. Sie sind also unabhängig von anderen Kriterien als der Zeit. Darin liegt auch ihre Schwachstelle: es kann problematisch werden, die wirklich interessanten Beiträge in einem Netzwerk aus Neuigkeiten zu finden.

Die meisten Feedreader gehen nach diesem Verfahren vor, egal ob online oder offline. Die neuesten Beiträge erscheinen zuerst.Screenshot Feedreader Vienna

3. MacroMemes

MacroMemes sind die traditionelle Form, Informationen zu vermitteln: eine Industrie (wie z. B. die Medien) bzw. ein Redakteur wählt die interessanten Beiträge aus. Die Personen hinter dieser Auswahl sind dem Nutzer dabei meistens nicht bekannt.

Die Onlineausgabe der Musikzeitschrift Rolling Stone geht nach MacroMemes vor: eine Redaktion wählt aus, welche Beiträge in welcher Reihenfolge aufgelistet werden. Screenshot Rolling Stone

Zusammenfassung

Jedes der hier vorgestellten Systeme verfolgt ein spezifisches System. Keines ist besser als das andere. MacroMemes werden für viele Nutzer die Hauptinformationsquelle bleiben. Allerdings befinden sich MicroMemes im Augenblick auf dem Vormarsch, so dass Owyang davon ausgeht, dass zukünftige Systeme Informationen nach sozialen Kriterien sortieren werden.

Über den Autor
Björn Rohlesstudiert Medienwissenschaft an der Universität Trier und der Université Lumière Lyon II. Er philosophiert gerne über alles, was ästhetisch ist und streift täglich durchs Web 2.0. Außerdem bloggt er über Design, Musik, Medien und Fotografie auf seiner Seite jorni.de.
Björn Rohles | Blogwelt, Web 2.0 | 04.06.08, 08:27
 
 

3 Kommentare zu “Nur Butter auf’s Brot: Wie Memes das Web relevant machen!”
 
10:45 | Jun 04' 2008| Wegweiser im Informationsdschungel: MicroMeme, Network Feed und MacroMeme | Blog von Björn Rohles schreibt:

[...] Eine umfassende Erklärung der verschiedenen Verfahren mit Beispielen findet ihr bei den blogpiloten. [...]

 
08:12 | Jun 09' 2008| » Friendfiend - Das nächste große Ding?, Blogpiloten.de - willkommen im wir.netz schreibt:

[...] Friendfeed benutzt dabei verschiedene Stufen von Filtern: Der erste Filter besteht darin, dass man nur jene Inhalte bekommt, die man auch abonniert hat. In der zweiten Stufe werden jene Inhalte hervorgehoben, die von vielen kommentiert oder verlinkt wurden. Alle Feeds lassen sich zudem ein- oder ausschalten um Redundanzen zu vermeiden. Wer also etwa intensiv Twitter nutzt, muss die Tweets seiner Freunde nicht auch noch zwingend auf Friendfeed sehen. Der Clou ist jedoch, dass Friendfeed mit Micromemes arbeitet: So werden selbst bei ausgeschaltetem Feed, solche Inhalte angezeigt, die von anderen als besonders empfehlenswert erachtet werden. So behält der Nutzer im Blick, was andere für wichtig halten und braucht keine Angst mehr zu haben etwas wichtiges zu verpassen. [...]

 
08:53 | Jun 25' 2008| » Review: Feedly – Der schicke RSS-Reader, Blogpiloten.de - willkommen im wir.netz schreibt:

[...] Ein weiteres Novum ist die Option einzelne Passagen eines Artikels zu markieren oder mit Anmerkungen zu versehen. Diese Hervorhebungen werden dann auch für Freunde als Empfehlung sichtbar. Diese Micromeme-Mechanik ist wirklich nützlich und eine echte Killer-Applikation, die hilft die tägliche Informationsflut mithilfe eines sozialen Netzwerkes zu filtern. Schön ist zudem, dass man in der Einzelansicht auch alle Kommentare zu einem Artikel lesen kann. Das Kommentieren ist jedoch nach wie vor nur auf der jeweiligen Webseite möglich. [...]

 
 
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