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Blogpiloten

Rastlose Blogger präsentieren das Beste aus Blogs, Videos, Musik und Web 2.0 und lassen Experten Klartext sprechen. Wir nehmen euch mit an die aufregendsten Orte der digitalen Welt. [ÜBER UNS]
screen-shot-2009-11-25-at-070827 Die Versuche, eine Netztheorie auf der Metapher der Stadt aufzubauen sind Legion. Die Lagerverwalter sind Verleger, die den Raum zwischen oben und unten im Staat ausdehnen. Dort soll dann die öffentliche Diskussion stattfinden. Aber ob im Zeitalter des information flow das Konfektionieren gespeicherter Fakten von gestern überhaupt eine Leistung ist, die die virtuelle Stadt benötigt, ist strittig. Es wird Zeit für einen Blick hinter die Kulissenschieberei der tausend Stimmen. Denn vor lauter Zeter und Mordio kommt die eigene Bestimmung der Bürger über den Gebrauch des Netzes aus dem Blick. Vollbremsung. Ein Blick in die gute alte Landkarte im Handschuhfach der Geschichte hilft vielleicht. [MEHR]
buerogebaeude1 Als vor einigen Jahren der Begriff Web 2.0 geprägt wurde, hatten seine Gründerväter die Strukturen von offener Software im Blick. Vor allem die Entwicklung dieser Software in einer weltweiten Gemeinschaft, die dann – in einigen Köpfen als Quasireligion – zur Blaupause des digitalen Lebens werden sollte. Im Laufe der Jahre wurden mannigfaltige romantische Ideologien und libertäres Gedankengut in diese Welterklärung hinein gestopft. Der freie Markt soll aus Sicht der naiven Hippiekapitalisten und der verbohrten Technoanarchisten die letzte Rettung sein für eine überregulierte Gegenwart.

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loschantrag Ist Wikipedia ein Haufen autoritärer und einsamer Männer um die 30? Ist die Wikimedia Foundation den neuen Anforderungen des Mitmachlexikons aus Management- und Strategiesicht nicht mehr gewachsen? [MEHR]
influencelandscap Eine der einflussreichsten Veranstaltungen über Medien und ihre Zukunft wurde in den vergangenen Jahren von Ross Dawson unter dem Begriff Future of Media international bekannt. [MEHR]
newspaperImmer dann, wenn ich eine Zeitung in die Hand bekomme, überfliege ich die mühsam neu gestalteten, aber immer selben Agenturnews, die ich ein oder zwei Tage zuvor im Netz schon gelesen habe. Dann suche ich den Teil, der eigentlich eine Zeitung ausmachen sollte und finde in deutschen Zeitungen zumeist wenig Erbauliches. Früher habe ich jede Zugfahrt genossen, weil ich die Zeit hatte, anspruchsvolle und tiefschürfende Texte in den Zeitschriften zu lesen. Leider waren sie damals immer zu kurz, weil jeder Verleger unbedingt general interest adressieren wollte. Seither lese ich nur noch die “DU” aus der Schweiz und untersuche die andere Blätter, wenn sie irgendwo rumliegen oder ich mich auf dem Flughafen frei bedienen kann. Es hat sich eine Menge verändert. [MEHR]

Fiktiver Flashback ins 11. Jahrhundert

Robert Jeremy Cole ist dazu berufen, Arzt zu werden. Der Protagonist in Noah Gordons „Der Medicus“ muss dazu die beschwerliche und abenteuerliche Reise quer durch den europäischen Kontinent bis in den Orient auf sich nehmen. Der Erzählung nach studiert er arabische Heilkunst in Isfahan – eine Stadt im heutigen Iran –, um nach einem bewegten Leben in seiner alten Heimat England als Mediziner zu arbeiten. In der vor-aufklärerischen Zeit des Romanhelden sind die wenigen verfügbaren und handgeschriebenen Medizinbücher Mangelware und das darin dokumentierte Wissen in den Händen und Köpfen der wenigen auf dem Erdball verteilten Lehrmeister. Wissensarbeit bestand für Bob Cole also darin, sich physisch tausende Kilometer von A nach B zu bewegen, dabei Schreib-, Sprach- und kulturelle Barrieren zu überwinden, um sich letzten Endes das zu seiner Zeit verfügbare medizinische Wissen anzueignen. Mobilität, egal ob per pedes, per Schiff oder mit der Pferdekutsche, wird dem Wissbegierigen abverlangt, die Mobilität der Information ist an Raum, Zeit und Personen gebunden. [MEHR]