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Blogpiloten

Rastlose Blogger präsentieren das Beste aus Blogs, Videos, Musik und Web 2.0 und lassen Experten Klartext sprechen. Wir nehmen euch mit an die aufregendsten Orte der digitalen Welt. [ÜBER UNS]
Der Journalismus im Netz ist meist Informationsweitergabe, nicht Deutung. Angaben der Agenturen werden eins zu eins übernommen, nicht immer mit der Angabe der Quelle. Ein Grundsatzurteil aus den USA sagt, dass die schmucklose und präzise Sprache der Presseagenturen schwer zu schützen ist. Der Satz „Präsident Medwedew ist in Deutschland gelandet“ kann in dieser Lesart von jedem sein; Quellen gibt es nicht mehr. Agentursätze wabern durchs Netz. Das Kopieren-und-Einfügen verstellt den Blick dafür, dass diese Information, die da kopiert wurde, erst einmal gewonnen werden musste. Informationsgewinnung kostet Geld. [MEHR]
Die öffentlich-rechtlichen Sender verlagern ihr Programm ins Netz. Die Verlage streiten sich mit diesen Sendern und ihren Konkurrenten um die Marktanteile des neuen digitalen Marktes. Online werden Gewinne mit der Vermarktung erzielt, die aber die Verluste der Einnahmen der Printprodukte nicht ausgleichen. Die Folge: Aus der Krise der Rentabilität klassischer, konventioneller Medien wird die Krise des Qualitätsjournalismus. Renommierte Verlagshäuser wie Gruner + Jahr oder die WAZ-Gruppe entlassen große Teile ihres journalistischen Personals. Diese Maßnahmen ziehen die Qualität von Print- und Onlinetiteln gleichermaßen nach unten: Denn die besten Texte der Onlineportale stammen aus der Feder der Printjournalisten. [MEHR]
kunba_logo.jpgHot or not? – Wer jetzt an Supermodels und Flirtportale denkt, liegt völlig daneben. Bei Kunba geht es ausschließlich um harte Fakten. Denn Kunba steht für Kundenbarometer und dieses zeigt, ob eine Firma oder ein Produkt ganz oben oder unten auf der Skala steht. Darüber entscheiden hier ganz demokratisch die User und schaffen mit ihren Bewertungen eine nützliche Orientierung für andere Verbraucher. Wie funktioniert Kunba? Bei Kunba dreht sich alles um das Thema Kundenzufriedenheit. Egal ob Dienstleistung oder Produkt, von A wie Autovermietung bis Z wie Zoohandlung – hier kann alles bewertet werden. Wie war der Service? Wo gab es Ärger oder was war besonders gut? Neben einer Bewertung können die Nutzer auch über eine Kommentarfunktion genau beschreiben, was ihnen negativ oder positiv aufgefallen ist. Mit der Masse an Bewertungen und Kommentaren entsteht eine gute Orientierungsmöglichkeit für andere, wenn der Kauf eines neuen Notebooks ansteht oder ein DSL-Vertrag abgeschlossen werden soll. Kunba wertet die Kundenmeinungen in Echtzeit aus. So erhält man stets eine Top und Flop Liste, die zeigt, was aktuell besonders gut bewertet wurde oder welche Anbieter und Produkte bei den Kunba-Nutzern durchgefallen sind. Diverse Kategorien und eine Suchfunktion ermöglichen das schnelle Auffinden des gesuchten Produktes. Ein weiteres Feature: Per Klick gelangt man auch von jedem Angebot direkt zum entsprechenden Online-Shop. screenshot_kunba.jpg Für wen ist Kunba gedacht? Kunba ist für alle da – jedenfalls zumindest für diejenigen, die auf der Suche nach anderen Kundenmeinungen sind und beim Einkaufen nicht nur auf das persönliche Gefühl vertrauen wollen. Hier gibt es keine seitenlangen Kundenrezensionen, sondern eine Zusammenfassung auf kurze und knackige Art. Entscheidend ist nicht der Preis, sondern vor allem der Service. Wer Wert auf Qualität und eine gute Kundenbetreuung legt und sich einen ersten Überblick über die Anbieter am Markt und ihren Service schaffen möchte, ist bei Kunba richtig. Blogpiloten-Urteil: Oh nein, nicht noch ein Angebot für den Preisvergleich! Nee, nee, bei Kunba spielen die Preise eine untergeordnete Rolle und der Service steht im Vordergrund. Der Produkt- und Angebotsvergleich wird einmal von einer anderen Seite beleuchtet und bietet eine gute Hilfe, um sich beispielsweise durch den Angebotsdschungel bei Strom- oder Handyanbietern zu kämpfen. Auch Kunba ist allerdings -wie so viele Angebote- noch in der Startphase (hier mal nicht Beta-, sondern immerhin schon Gamma-Phase genannt) und benötigt noch eine größere Anzahl an Bewertungen, um die Meinungen repräsentativer werden zu lassen. Beim Design und den Funktionen hätte etwas mehr Kreativität nicht geschadet, um sich besser von anderen Angeboten abzuheben. Insgesamt aber für Konsumenten eine gute Hilfe bei der Kaufentscheidung, in der noch Potenzial steckt. [MEHR]
Im Blindflug über, durch und an der Onlinewelt vorbei kochen von Seiten der Politik gerade wieder hanebüchene Forderungen hoch, die etwas trauriges Beweisen: Die Macht der Industrie über die Politik, und das Komplettversagen der Souffleure, die Angela Merkel oder auch Kulturstaatsminister Bernd Naumann unsägliches zuflüstern. [MEHR]
Wie ich eben beim Sillicon Alley Insider gelesen habe, twittern die Spatzen wieder neue Zahlen rund um den Wert von Twitter von den virtuellen Dächern. Twitter selbst, so ein paar Spatzen, sieht seinen Wert bei 150 Millionen $. Hat hier bisher aber offenabr noch keinen Geldgeber gefunden. In der Meldung beim SAI heißt es: [MEHR]
Update: Nerdcore zeigt hier, wie man in drei Schritten seinen Facebook-Account löschen kann - eine gewisse Hartnäckigkeit ist allerdings nötig! Update Ende Das Thema des Tages nimmt weiter Fahrt auf. Weitere reichweitenstarke Blogs und deren Betreiber haben beim Ego-Googlen entdecken müssen, dass mit ihr guter Name von Facebook bei Google via Adsense als Werbung für die deutsche Ausgabe von Facebook genutzt wird (nein, das ist nicht StudiVZ, die ja wegen Fragen des Datenschutzes auch schon das ein oder andere mal in der Kritik standen). [MEHR]
So manch ein A-, B- oder C-Promi, der heute nur noch Baumärkte oder Möbelhäuser einweiht, ist - wie es in den Werbeblättchen dann immer so schön heißt - "bekannt aus Funk und Fernsehen". So manch einem A-, B- oder C-List-Blogger und Facebook-User könnte es bald genauso ergehen. Der Spruch wäre dann Web 2.0-tauglich allerdings: "Bekannt aus Blog, Facebook und Google-Werbung". Der Aufreger zum Wochenstart ist die "Werbe-Aktion" von Facebook Deutschland. Die Macher werben auf Google ganz unverhohlen mit Nutzerprofilen deutscher Blogger und Web 2.0-Sternchen. Nach "andere arbeiten lassen" jetzt also "andere werben lassen"? So geht das nicht! Ich würde mich in meinen Persönlichkeitsrechten verletzt fühlen. Der Protest formiert sich bereits (stilecht auf Facebook.com selbst). Mein Fazit: Nach Facebook-Beacon hat man schon wieder etwas gar nicht kapiert. Weiter lesen hier, hier, hier, hier, hier und hier. Noch viel mehr zum Thema gibt es via Rivva. [MEHR]
Für einigen Wirbel sorgte Dr. Stephan Holthoff-Pförtner auf dem Medienforum NRW mit einer unbedachten Äußerung über Weblogs:
Diese Blogger und die schnellen Fotos, das ist wie Wikipedia, da tut sich so viel, das ist keine Alternative zu ernsthaftem Journalismus. [..] Blogger verdienen nach meiner Ansicht nicht den Schutz des Artikel 5.
Artikel 5 des Grundgesetz:
Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
Dr. Stephan Holthoff-Pförtner ist einer von drei Bevollmächtigten der Funke Famililen Gesellschaft (FFG), der die Hälfte der Essener WAZ-Mediengruppe gehört. Im oben erwähnten Zusammenhang hat er vermutlich die Freiheit der Presse gemeint, die Aussage bleibt allerdings ein grober verbaler Fehltritt. Die Reaktionen aus der Blogwelt blieben natürlich nicht aus, vor allem auch, da die WAZ das derzeit wohl ehrgeizigste Online-Zeitungsprojekt "WestEins" realisiert. Das auch Blogger mitgestalten sollen. [tags]gesetz,meinung,waz[/tags] [MEHR]